Naturraum Teutoburger Wald

Die Burg Ravensberg liegt auf dem Höhenzug des Teutoburger Waldes inmitten eines Naturschutzgebietes und eines ca. 4.500 Hektar großen FFH-Gebietes, eines Naturraums von europäischem Rang. Seine besondere ökologische Bedeutung gewinnt dieses Gebiet aus seinen ausgedehnten Buchenwäldern auf Kalksteinuntergrund. Im März/April ist der Waldboden des Ravensberges mit Lerchensporn und Buschwindröschen übersät.

Der Teutoburger Wald in OWL: Ein besonders geschützer NaturraumAus der Wechselbeziehung zur Münsterländischen Tiefebene resultiert ein reiches faunistisches Artenspektrum. Fast alle Fledermausarten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie und die nach Anhang II der Richtlinie als besonders schützenswert geltende Bechsteinfledermaus, Teichfledermaus und das Große Mausohr besiedeln den Raum bzw. überwintern in Höhlen des Teutoburger Waldes.

Seltene Waldvögel wie Schwarzspecht, Hohltaube und Uhu brüten im direkten Umfeld der Burg. Der Uhu, Europas größte Eule, war in Deutschland nahezu ausgestorben. Durch Wiedereinbürgerungsmaßnahmen und strengen Schutz ist der mächtige Nachtgreif an vereinzelten Stellen wie bei uns an der Ravensburg wieder heimisch. Auch für Kolkrabe und Rotmilan ist das Umfeld der Burg ein geeigneter – und doch gefährdeter – Lebensraum.

Nicht zuletzt stellt der Teutoburger Wald als ein in die Norddeutsche Tiefebene hineinragender Arm der europäischen Mittelgebirge eine Orientierungslinie und Rastplatz für viele Zugvögel dar. Im Frühjahr und Herbst künden große Kranichzüge auf ihrem Weg zu ihren Brutplätzen im Norden bzw. zu ihren Winterquartieren im Süden das Nahen des Frühlings bzw. des Winters an.

Der Teutoburger Wald ist allerdings im Verlauf der Geschichte beidseitig einer intensiven Nutzung durch Landwirtschaft, Wohnen, Gewerbe und Verkehr unterzogen worden, so dass er heute ein nur noch schmales Band darstellt, das in seiner ökologischen Funktion äußerst gefährdet ist.