Die Burg Ravensberg (Ravensburg) bei Borgholzhausen, Stammburg des Ravensberger Landes

Basteln und Kerzenziehen am 16.11.2019

Die beinahe schon "traditionsreich" zu nennende herbstliche Bastelaktion mit Kindern und Eltern war wieder einmal eine runde und wunderbare, weil sehr entspannte und schlussendlich sehr ergebnisreiche Sache. Neben dem allseits beliebten Kerzenziehen im Wachskocher konnte an diversen "Stationen" wie besessen geklebt und geschnippelt werden - entweder Kastanienspinnen, Korkeneulen oder Zapfenmäuse als tierische Mitbringsel oder Goldelfen, rotnasige Geschenkanhänger und wunderschöne Papierengel als frühweihnachtliche Boten. Die Sperrholzanhänger/-magneten in Fledermaus- oder Singvogelform mussten aufgrund ihrer allgemeinen Beliebtheit vom Wachhabenden im Akkord gesägt werden und wurden hernach von den Kindern geschmirgelt und mal fantasiereich, mal natürlich gestaltet. So waren es am Ende der drei Stunden nicht wenige, die ihre vielen neu entstandenen "Schätze" in einer Papiertüte abtransportieren mussten.

Dank geht an unsere beteiligten Stiftungsmitarbeiter und insbesonders die Familie Bauer mit Freundin aus der Hilteraner Nachbarschaft, die sich wieder einmal mit Fingerspitzengefühl und Freude an der Sache einbrachten, sowie an alle Erschienenen - ob klein oder groß. Wir hoffen, dass wir uns wiedersehen.

Eure und Ihre Stiftung Burg Ravensberg

 

 

Wasser, Brot und Bogenschießen am 12.10.2019oder auch progressiv-bunt.

Unser herbstliches Beisammensein zwischen Brunnen- und Backhaus stand in diesem Jahr ganz unter einem 10jährigen Jubiläum.

Es war im Jahre 2009, als  der vom Heimatverein Borgholzhausen zuvor in harter, aber spannender Arbeit renovierte Brunnen endlich wieder in "echten" Betrieb genommen werden konnte. Wenn sich seitdem das eicherne Rad neben dem einzigen "original funktionsfähig" gebliebenen, mittelalterlichen Brunnenschacht in Deutschland drehte, war es fast immer der Heimatverein, der das Ganze anleitete und erklärte. Dafür gab es 2019 für Ernst Kille, Manfred Arlitt und die leider abwesenden Heiko Siegert und Reinhard Lümkemeier ein kleines Präsent und ein großes Dankeschön durch die Stiftung Burg Ravensberg. (Dass wir darüber ein anderes Jubiläum, nämlch das unserer Gartenfrau und Bäckerin Ulrike Korelski, sauber vergessen hatten, soll an dieser Stelle Erwähnung finden, damit wir öffentlich bekunden können, es demnächst zu immer noch "unrunder Zahl" nachzuholen... - versprochen!)

Dass es darüber hinaus an diesem Tage alles völlig stimmig war, dass wir großartige Unterstützung durch die Warendorfer Bogenschützen von Anion hatten und hoffentlich ausnahmslos mit vielen spannenden Impressionen zufrieden gestellte und/oder mit lecker Backwerk abgefütterte Besucherinnen und Besucher vom Hof ließen, das macht uns sehr zufrieden.

Wir sagen "Vielen Dank" an alle, die da waren, und "Vielen Dank" an alle, die geholfen haben.

Eure und Ihre Stiftung Burg Ravensberg

 

Burgfest der Tiere & Offenes Brunnenhaus am 7.9.2019

Der Tradition des einstigen Fledermausfestes folgend ist das Burgfest der Tiere mittlerweile eine feste Größe im Veranstaltungsangebot der Stiftung. Wenn sie auch niemals die Größe wie das Mittelalterfest für Kinder und Junggebliebene annehmen wird (was – nebenbei bemerkt – auch gar nicht gewünscht ist), so ist sie doch nicht weniger wichtig, denn über die direkte Auseinandersetzung mit der belebten Natur sollen die Besucher emotionale und handlungsorientierte Anknüpfungspunkte im eigenen Alltag ausmachen und möglichst auch umsetzen. Insofern war das Leitthema „Amphibien“ gut gewählt, denn Frösche empfinden wir ja durchaus als „niedlich“, doch stehen Amphibien generell unter großem Überlebensdruck – einerseits durch den Menschen verursacht, aber zugleich nur durch sein sofortiges Gegenhandeln aufzuhalten. Insofern ist diesbezüglich durchaus Eile geboten.

Dass es dann – natürlich auch begünstigt durch fast perfekt zu nennendes Wetter – so „krachen“ würde, hatten die Mitarbeiter und Helfer vor Ort kaum erwartet. Auch von „weither“ (exemplarisch zu nennen: Georgsmarienhütte und Bünde) kamen interessierte Menschen – immer stetig und in passender Anzahl. Nie war es im Ausstellungsraum mit den Lebendtieren zu voll, und unter dem Glasdach war stetes reges Basteln und Werken angesagt. Der Garten – vom heißen Sommer sichtlich gezeichnet – präsentierte sich dennoch recht schmetterlingshaft, und auch das Brunnenhaus zog einige Aufmerksamkeit auf sich.

So sei an dieser Stelle wieder allen Helferinnen und Helfern – auch denen, die im entfernten Osnabrücker Land ordentlich "auf den Busch geklopft" hatten - gedankt, und auch die ankündigende Presse sei einmal ausdrücklich erwähnt, denn dass wir es über die Landesgrenze hinweg bis ins „Meller Kreisblatt“  mit Foto geschafft hatten, das passiert auch nicht alle Tage.

 

Canaillen-Bagage am 20.7.2019 im Burgtheater

Jedes Jahr ist der Besuch der Canaillen-Bagage, einer Schauspielergruppe der LAG Spiel und Theater NRW e. V. unter der Leitung von Michael Zimmermann, DAS Highlight des Sommers. Wenn die Stückauswahl der CB auch nur ansatzweise publikumsfreundlich ist, findet das Ganze auch ohne großes Dazutun eine volle Zuschauerzahl, wenn nur - und das machte uns der 20. Juli wieder einmal deutlich - das liebe Wetter mitspielt. Nachdem der Nachmittag dieses Tages von durchziehenden Gewittern geprägt war, die Verantwortlichen auf Veranstalterseiter bereits (aber nur kurz...) an Absage gedacht hatten und die Hauptdarsteller ihr Ankommen auf 90 Minuten später als üblich angekündigt hatten, ging ab 18 Uhr das Bangen und Beten los, das Ganze auch wie gewohnt im Amphitheater (und nicht als Schlechtwetteralternative unter dem Glasdach des Ravensberger Klassenzimmers) durchzuführen. Da zu diesem Zeitpunkt auch schon die ersten Essensgäste (das Campo hatte auf Vorbestellung lecker gekocht) eintrafen, konnten schon einmal gefühlt ein Dutzend Wetter-Apps befragt werden, um ebenso viele, minutengenau leider unterschiedliche Angaben zur weiteren Regenentwicklung zu bekommen. Dann, um 19.15 Uhr, die Ansage des Regisseurs Zimmermann, das bisher unter dem Glasdach vor der Theke und zwischen Biergartentischen mit Gästen gelagerte Bühnenbild an den Ort seiner finalen Bestimmung zu schafffen - open air ins Theater unter immer weiter aufklarendem Himmel. Berufsbedingter Durchsetzungswille und Mut sprachen aus dieser wichtigsten Entscheidung des gesamten Tages, und wir danken ihm noch immer dafür...

Bereits geschminkte und kostümierte Schauspieler stellten dann "mal eben" in 30 Minuten vor den Augen der Zuschauer das Bühnenbild auf, um hernach quasi von "0 auf 100" nach kurzer Begrüßung durch die Stiftung pünktlichst loszulegen und bei aufgelockertem Himmel und trockenen Sitzkissen eine reife und sehr lustige Vorstellung von John Gay's "Bettleroper" als besonderes Gaunerstück hinzulegen. Merke: Den Tapferen hilft das Glück.

Danken möchte die Stiftung nicht nur der Canaillen-Bagage, sondern auch den vorangemeldeten Gästen (immerhin fast drei Viertel der insgesamt ca. 85 Zuschauer), die ohne Ausnahme ALLE erschienen waren. Auch das zeugt von Tapferkeit, die in jeder Hinsicht belohnt wurde.