Stiftung Burg Ravensberg - Geschichte und Natur im Teutoburger Wald

Die Burg Ravensberg (Ravensburg) bei Borgholzhausen, Stammburg des Ravensberger Landes

"Rittersagen am Kachelofen" am 11.2.2017

Den Zuhöreinnen und Zuhörern war es kuschelig warm, als Stiftungsmitarbeiter Armin Bauer den "Themenabend" zum lebendigsten Überbleibsel des Mittelalters in unserer Vorstellungswelt eröffnete. Dem Titel der Veranstaltung entsprechend lag der Schwerpunkt auf dem Vortrag von Rittersagen, doch war es zunächst daran, zu der Thematik des Rittertums, unter besonderer Berücksichtigung ihres literarischen Auftretens, einen kleinen theoretischen Überblick voranzustellen. Immerhin galt es festzuhalten, dass sich die ritterlichen Tugenden im Mittetalter insbesondere durch literarische Einflüsse an den Höfen Europas manifestierten. Sodann folgte ein Auszug aus der Geschichte von "Tristan und Isolde" - einer Liebesbeziehung, die aufgrund äußerer Konventionen und ungünstiger Einflüsse am Ende tieftraurig ausgeht, denn die mittelalterliche Minne eines Ritters zu einer Adelsfrau galt als harte und immerwährende Prüfung ohne guten Ausgang. Danach wurde mit der "Rolandsage" das bisher älteste bekannte Werkstück ritterlicher Literatur und damit eine klassische Heldensage dargeboten. So war es die höchste Auszeichnung für einen Ritter, aufrecht auf dem Schlachtfeld zu sterben. Schillers romantisches Gedicht vom Ritter Toggenburg und seiner unglücklichen Liebe schließlich bildete den würdigen Abschluss eines gemütlichen und dank der Künste des Kochs auch äußerst schmackhaften Abends. Für ihr Kommen möchten wir uns bei den Gästen herzlich bedanken!