Stiftung Burg Ravensberg - Geschichte und Natur im Teutoburger Wald

Die Burg Ravensberg (Ravensburg) bei Borgholzhausen, Stammburg des Ravensberger Landes

Burgfest der Tiere und Offenes Brunnenhaus am 26. und 27. August

Unser traditionelles Burgfest der Tiere wurde am Freitgabend von der wie immer ausgebuchten Fledermauspirsch eingeleitet. Über 20 kleine und große Interessierte waren willens und gespannt, den Kobolden der Nacht mit Ultraschalldetektoren auf die akustische Schliche zu kommen. Nach einer kurzen Einleitung, in der unser pädagogischer Mitarbeiter Armin Bauer den Zuhöreren im Ausstellungsbereich im Ravensberger Klassenzimmer etwas über die heimliche Lebensweise der Tiere verdeutlichte, wurden die Detektoren verteilt und ihre Funktionen erklärt. Und auch wenn uns die Tagestemperaturen eine fledermausintensive Pirsch versprochen hatten, so frischte der Wind am Abend derart auf, dass es auf der Burg und auch auf dem Rundweg kaum zu Lauschkontakten kam. Mit Abstieg vom Turm wurde dann doch noch alles gut, als uns auf der Treppe stehend ein Fledermäuslein im Turm besuchte und so auch ein direkter Sichtkontakt möglich wurde.

Das eigentliche Fest wurde dann am Samstag trotz der Hitze doch von mehr Familien aufgesucht als erwartet. Unsere kleine Tierausstellung, die sich in diesem Jahr insbesondere den Amphibien und hier noch einmal verstärkt dem Feuersalamander widmete, war ein wirkungsvoller Publikumsmagnet; zumal direkter Kontakt mit Kröte, Laubfrosch und Co. ermöglicht wurde. Gerade die putzigen Rotbauchunken stillten ihren riesigen Appetit auf kleine Insekten auch gerne unter den begeisterten Augen der Zuschauer. Dass Froschlurche ihre Futterbrocken mit den Vorderbeinen "nachstopfen" müssen, hatten auch noch nicht alle Zuschauer gewusst und noch weniger gesehen. Direkte "Konkurrenz" dazu stellte der Brunnen dar, der an diesem Nachmittag wieder einmal fachkundig und anschaulich von unseren lieben Helfern vom Heimatverein betrieben wurde. Kaltes, klares Wasser kann so herrlich sein...

Zum Feuersalamander wurde dann zum Ende der Veranstaltung ein Bildvortarg gehalten und auf das hohe Maß seiner Gefährdung durch einen salamandertötenden Pilz hingewiesen, der in Belgien und den Niederlanden bereits für erhebliche Bestandseinbußen hat. Es wäre ein großer Verlust für den Teutoburger Wald, wenn einer seiner urtypischen tierischen Bewohner auf diese Weise für immer verschwinden würde.